ASKU–Scholten GmbH

Gebrüder Scholten GmbH


Gebrüder Scholten GmbH wurde 1893 in Duisburg Duissern gegründet. Zum Bau von neuen Krananlagen für Eisenbahn- oder Hafenanlagen, für Eisen- und Hüttenindustrie lag in der Stresemann-strasse die gesamte Fertigungstiefe mit Schmiede, Gießerei, Brennerei, Schweisswerkstatt, mechanischer Bearbeitung und der dazugehörigen Montagehallen. Die Nähe zum Innenhafen bot Möglichkeiten, aber die meisten Krananlagen wurden über den hauseigenen Gleisanschluß versandt. In der Spitze arbeiteten hier 1960 ca. 150 Mitarbeiter. Die Verwaltung und das technische Büro lagen in der Moltkestraße und umfassten insgesamt ca. 25 Mitarbeiter. Die massive Konkurrenz durch Kranhersteller aus der ehemaligen DDR führte im Sommer 1982 zur Insolvenz und im Herbst desselben Jahres zur Auflösung des Unternehmens in dieser Form.

ASKU-Scholten GmbH

Die ASKU-Scholten GmbH wurde 1982 in Duisburg zur Weiterführung in abgewandelter Form gegründet. Dabei steht ASKU für Asmus und Kugelberg. Die hauseigene Fertigung kompletter, neuer Krananlagen wurde aufgegeben. Ziel waren nunmehr kundenorientierte Aufträge wie das Umsetzen oder der Umbau bestehender Anlagen nach Kundenwunsch, sowie Instandhaltung oder die Ersatzteilversorgung.

Alle Baureihen der Unterflaschen, Kupplungen,  Trommel- oder Scheibenbremsen wurden auf Grundlage von eigenen Erfahrungen der Firma Gebrüder Scholten und ASKU-Scholten im Kranbau für den Einsatz in der Eisen- und Hüttenindustrie im eigenen Unternehmen selbst entwickelt. Die Kennwerte für asbestfreie Beläge unserer Bremsen wurden durch eine über dreißigjährige Zusammenarbeit mit der TU Berlin wissenschaftlich untersucht. ASKU-Scholten ist der einzige Hersteller, der den Normteilbau von Gebrüder Scholten seit 1982 fortführt. Standort ist Duisburg Homberg. Das externe Lager und die Montagehallen befinden sich in Mülheim an der Ruhr.

Natürlich unterliegt die Herstellung unserer Produkte einem kontinuierlichem Verbesserungsprozeß, zum Beispiel in Bezug auf Werkstoffe, Beschichtungen oder Herstellungsverfahren. Somit entsprechen unsere Produkte dem aktuellen Stand der Technik. Dabei ist der Kern der Konstruktion nie verändert worden. Das qualitativ hochwertige Design ist einfach im Sinne von schlicht, nicht primitiv. Es bedingt eine gute Verträglichkeit der in der Schwerindustrie vorherrschenden Einsatzbedingungen mit Hitze und Staub. Bei der Entwicklung wurde mehrschichtiger, angestrengter Produktions-betrieb zugrunde gelegt. Wir schaffen also dauerhafte Arbeitsgeräte, deren bewegliche Teile austauschbar sind, sodaß Instandsetzungen eine wirtschaftliche Betriebsdauer ermöglichen. Der Name Scholten ist traditionell verbunden mit der Entwicklung von Normkomponenten wie:

  • Trommel-und Scheibenbremsen
  • Kupplungen mit und ohne Trommeln oder Scheiben
  • Seiltrommeln und deren Gelenkverbindungen
  • Seilrollen
  • Laufräder
  • Unterflaschen mit und ohne elektromechanischen Drehantrieb
  • Traversen
  • Manipulatoren
  • Coil-Zangen
  • Pfannen zum Transport feuerflüssiger Massen

Auf eine Vielzahl dieser Entwicklungen halten wir Schutzrechte und Patente.

Wir haben das Know-how und die Sachkompetenz für die Fördertechnik in der Schwerindustrie.

Wir lösen für Sie fachübergreifende Aufgaben in den Bereichen Antriebs-und Bremsentechnik.

Wir arbeiten für Sie in der Planung und Ausführung von Umbau-bzw. Kapazitätssteigerungen von fördertechnischen Anlagen und verwandten Systemen.

Im Detail gehören dazu:

  • Machbarkeitsstudien
  • Schadensuntersuchungen, inkl. Gutachten
  • Layout mit Umfeld für Funktion und Sicherheit
  • technische Spezifizierungen einschl. Ausschreibung
  • Entwurfplanung bis zur Werkstattzeichnung
  • Montageplanung und/oder Ausführung einschl. prüffähiger Berechnung und Abnahme für die Produktionsfreigabe
  • Sachverständige für Vor- und Bauprüfung sowie Abnahme

Um den jeweils aktuellen Stand der Technik zu gewährleisten, arbeiten wir in Normungs- und Fachgremien der Förder-, Antriebs- und Bremsentechnik mit.

Durch langjährige Erfahrungen und spezielle Fachkenntnisse werden wir dem geforderten Engineering gerecht und lenken die Vertragsunternehmen verlagerte Produktion.

Als Dienstleister gestalten und verantworten wir Produkte mit hohen Anforderung an Leistung, Verfügbarkeit und Sicherheit.

Unser Ingenieurteam arbeitet mit der jeweils erforderlichen Software, wie z.B. CAD, Programmen für Tragwerksberechnungen sowie FE-Programmen.

Ergänzt werden diese durch selbst entwickelte Programme für den Anwendungsbereich Verzahnung und Bremsen, ferner Teilbereiche der Statik, soweit sie auf dem Markt nicht vorhanden sind.

Ein wichtiger Bereich sind die Zusammenarbeit mit Hochschulen und die Mitarbeit an Foruschungsvorhaben, z.B.:

  • am Institut für Förder- und Getriebetechnik der TU Berlin zum Thema Bremstechnik, Bremsbelagprüfung, gefördert aus Mitteln der EU und der Stahlindustrie
  • and der TU Dresden, am Institut für Maschinenelemente und Maschinenkonstruktion
  • an der Hochschule Zittau / Görlitz, IPM